Komfortabel prüfen - Bericht im HOLZKURIER

05.05.2009

HOLZKURIER > Produktion > Thema - Mai-Ausgabe 2009

In enger Zusammenarbeit mit der MPA-Stuttgart hat das Engineering-Unternehmen Kempf, Hettingen/ DE, eine neue Delaminierungs-Prüfanlage entwickelt und installiert. Die Anlage besteht aus Druck-/Vakuum-Kessel und Trocknergehäuse. Sie dient zur Prüfung der Verleimungsqualität von Holzprodukten. Eine weitverbreitete Anwendung ist die Prüfung von Brettschichtholz nach EN 391. Obwohl das Äußerliche keine bahnbrechenden Neuerungen vermuten lässt, offenbart die Anlage bei genauer Betrachtung Funktionen und technische Details, die kein anderes vergleichbares Produkt bietet, ist man sich bei Kempf sicher.

Die PC-Basierende Steuerung wird mit Touch- Screen gesteuert. Klima und Druckdaten werden protokolliert und grafisch dargestellt. Die Luftgeschwindigkeitsregelung kann von 1 bis 4 m/sec und einer Genauigkeit von ± 0,2 m/sek erfolgen. Neuartige Windkanalkassetten sorgen für exakte Luftführung. Durch reversible Luftumwälzung wird der gleichmäßige Trocknungsfortschritt innerhalb des Prüfraums garantiert. Die vollautomatische Kesselsteuerung, eine SMS-Alarmfunktion, der leise Betrieb und die permanente Prüfkörperwiegung machen die Bedienung des Geräts komfortabel, informiert man bei Kempf. Mit der Anlage können Prüfungen nach EN 302, EN 391 A/BC; JAS 235; ASTM D2559 (ohne Dampf); AITC T110 und frei definierbare eigene Programme mit bis zu 19 Einzelschritten durchgeführt werden. Nach sechsmonatigem Betrieb zeigt man sich an der MPA mit der Leistungsfähigkeit der Anlage sehr zufrieden. Neben der Hauptanwendung der Prüfung nach EN 391 und EN 302, konnte damit den Anforderungen der MPA nach mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Durchführung von Forschungsaufgaben zur Klebfugenbeständigkeit Rechnung getragen werden, berichtet Kempf. Zu sehen ist die neue Prüfanlage auf der Ligna.

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